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Petra
Dörfert M.A. DAV-Geprüfte
Astrologin
2012 - Das Jahr, in dem die Welt nicht untergeht....
Auch die
2012-Hysterie bleibt mir persönlich ein Mysterium. Sicherlich bekommen wir es ab
jetzt mit dem Pluto-Uranus-Quadrat zu tun, aber das wird sich bis 2015
hinziehen, und ob es uns global gesehen tatsächlich noch heftigere Umbrüche als
das T-Quadrat aus Pluto, Uranus und Saturn in den letzten beiden Jahre beschert,
steht abzuwarten. Allerdings habe ich auch keine Weltbrandphantasien und versuche
persönlichen Frust NICHT darüber abzubauen, dass ich mir vorstelle, wie „Gott
meine Feinde verschlingt“ und alles um mich herum in Schutt und Asche zerfällt (was
ja auch insofern bequem ist, als man sich dann um die Lösung seiner Probleme
nicht weiter zu kümmern braucht).
Warum den
Maya die Kompetenz nachgesagt wird, den Weltuntergang vorherzusagen, ist mir
ebenfalls unklar – denn böse gesagt: die haben ja nicht einmal ihren eigenen
vorhergesehen! 2012 kommt für die Maya ein Zyklus zum Abschluss: Anlässlich
dessen hätten sie wahrscheinlich eine blutrünstige Party mit vielen Menschenopfern
gefeiert, sich kräftig berauscht - und wohl schon bei Zeiten einen
„Nachfolge-Kalender“ erstellt. Auch weiß ich nicht, warum die Mayas als
besonders spirituell gelten: Das waren gute Mathematiker und Architekten,
ansonsten zeichnete sich ihre Kultur jedoch durch sadistische
Hinrichtungsmethoden und denselben hirnlosen Hang zur Umweltzerstörung wie die
unsrige aus. Dort möchte ich jedenfalls bestimmt nicht inkarniert gewesen sein…
Kommen wir zu den
astrologischen Fakten:
Laut der chaldäischen Reihe ist
das Jahr 2012 (ab 21. März) ein Merkur-Jahr. Das heißt (wenn es
überhaupt etwas heißt), dass wir 2012 ein bisschen nachdenken sollten, was ja
bekanntlich nie schaden kann. Jupiter
in Zwillinge (ab 11. Juni) unterstützt die intellektuelle Tendenz und
bringt gleichzeitig Leichtigkeit und Vielfalt ins Spiel, was ein hilfreiches
Gleichgewicht zu den anderen, schwergewichtigeren Konstellationen des Jahres
bilden mag.
Die größte Besorgnis ruft,
wie bereits erwähnt, das Uranus-Pluto-Quadrat
hervor, das zwischen 2012 und 2015 immerhin 7 Mal exakt wird. Uranus/Pluto
hatten wir schon die letzten beiden Jahre im Zuge des T-Quadrats aus Uranus,
Pluto und Saturn – ohne dass jedoch das Uranus-Pluto-Quadrat in dieser Zeit
exakt geworden wäre. Man könnte auch sagen, dass sich Saturn aus der
Dreierkonstellation verabschiedet hat und dafür eine Zweierkonstellation übrig
geblieben ist, die es natürlich schon „in sich hat“. Zumal Saturn vielleicht
der Planet war, der noch am meisten Vernunft in die Auseinandersetzungen brachte.
Wenn wir uns das als Theaterspiel vorstellen, so könnte Pluto zum Beispiel die
Rolle des machthungrigen Diktators spielen und Uranus die des hitzigen
Youngsters, der Steine schmeißen geht, ohne sich zu überlegen, was das für
Folgen haben könnte. Bis vor kurzem gab es noch Saturn – vielleicht einen
schlecht gelaunten Polizeichef oder konservativ denkenden Minister, der die
Dinge irgendwie unter Kontrolle gehalten hat, jetzt aber in Rente ist und endgültig
mit dem Kram nichts mehr zu tun haben will. Also bricht Bürgerkrieg aus –
Folgen unklar. Oder wenn wir die Planeten-Rollen ein bisschen anders besetzen,
könnten Pluto und Uranus auch gemeinsame Sache machen und sagen: „Komm, lass
uns zusammen die Welt auf den Kopf stellen“ – so wie zwei Revolutionäre, die
sich eigentlich nicht darüber einige sind, wie die zukünftige Gesellschaft
aussehen soll, die aber trotzdem erst einmal miteinander paktieren, um das Alte
aus dem Weg zu räumen. Saturn wird sich jedenfalls nicht mehr einmischen und
den Friedensrichter und Mahner spielen (Saturn in Waage), sondern ab Oktober in
Skorpion eher sagen: „OK, weg mit allem, was sich überlebt hat“.
Damit seien allerdings nur
die Konstellationen am Himmel beschrieben – was das hier unten bedeuten mag, möchte
ich nicht prognostizieren. Etliche Unrechtsregime sind bereits in den letzten
Jahren ins Wanken geraten, wobei dahingestellt sei, ob es die neuen Machthaber nun
besser machen. Weitere Kandidaten für Umbrüche sind sicherlich Syrien, Irak und
Iran, Israel und Palästina. Dennoch müssen auch „wir im Westen“ uns dem Umgang
mit der Gewalt neu stellen: Die steigende Zahl an Übergriffen zeigt, dass die
Hemmschwelle, die in den Jahrzehnten nach dem Krieg hoch gewesen war, im Sinken
begriffen ist – gleichzeitig dürfen wir nicht den Kopf in den Sand stecken,
wenn in anderen Weltgegenden unsere „humaneren Spielregeln“ mit Füßen getreten
werden. Die Weltwirtschaft könnte ebenfalls weitere Einbrüche erleiden – auch
ohne dass gleich das gesamte Weltwährungssystem den Bach hinuntergeht.
Im privaten
Bereich mag das Pluto-Uranus-Quadrat bei all jenen kräftig „reinhauen“, die
Planeten im Bereich 10-15° kardinal haben (also in Widder, Krebs, Waage oder
Steinbock) – in meine Beratungspraxis kommen jedenfalls momentan
überdurchschnittlich viele Klienten, bei denen dieses der Fall ist. Es sind
dann starke persönliche Umbrüche zu erwarten – viele wissen oder ahnen es
schon, andere könnten auch eiskalt erwischt werden, vor allem dann, wenn sie
bislang den Kopf in den Sand gesteckt haben. Die Betroffenen sind gut beraten, die
Veränderungen anzunehmen und den Umbruch aktiv mit zu gestalten. Wenn sich die
Frage stellt: „Wie radikal sollte / muss es denn sein?“ – dann kann ich
eigentlich nur sagen: Je umfassender Sie sich das Alte vom Hals schaffen, desto
mehr Freiraum entsteht für das Neue. Entrümpeln sie den Keller nicht halb,
sondern lassen Sie ihn von der Stadtreinigung gleich ganz ausräumen. Und: Don’t
look back. Wer das zu seiner Maxime machen kann, der wird vielleicht die größte
Befreiung seines Lebens wie auch die größte Chance, Dinge zu verändern,
erleben.
Das Uranus-Pluto-Quadrat ereignet
sich, wie gesagt, sieben Mal:
24. Juni 2012 auf 8°23’
Widder/Steinbock
19. Sept. 2012 auf 6°57’
20. Mai 2013 auf 11°14’
1. Nov. 2013 auf 9°25’
21. April 2014 auf 13°34’
15. Dez. 2014 auf 12°35’
17. März 2015 auf 15°18’
Tatsächlich brisant sieht
das erste Exaktwerden am 25./25. Juni 2012 aus, da zeitgleich ein
Jupiter-Neptun-Quadrat am Himmel steht. Letzteres kann zu einer Art
Blackout-Situation führen, in der den richtigen Leuten kurzzeitig der
Durchblick fehlt oder sich gemäß Murphys Gesetz irgendein unwahrscheinlicher
Zufall ereignet. Am 19. September hingegen stützt ein Saturn-Neptun-Trigon die
Lage, so dass Intuition und Besonnenheit schwerere Krisen abwenden können.
Das andere wichtige
Himmelsereignis 2012 ist, wie ebenfalls bereits erwähnt, der Wechsel von Saturn in den Skorpion
am 5. Oktober, wo dieser bis September 2015 bleiben wird. Pochte Saturn in
Waage eher auf Gerechtigkeit und Diplomatie, wird er in Skorpion die Dinge
gründlich von unten her aufrollen. Man könnte auch sagen: Was sich nicht
gütlich beilegen ließ (oder per Scheinkompromiss beigelegt wurde), wird nun
einer noch gründlicheren Prüfung unterzogen. Dabei können hässliche Dinge ans
Tageslicht kommen… Insofern passt Saturn als Zeitstimmung dann doch wieder zum
Uranus-Pluto-Quadrat, auch wenn er dieser Konstellation über Aspekte nicht
stark verbunden sein wird.
Abschließend noch eine
Übersicht über die Rückläufigkeitsphasen des Merkur, in denen man
mit Zukunftsplänen, Käufen/Verkäufen sowie Vertragsabschlüssen vorsichtig sein
sollte, da sich die Dinge unerwartet ändern können und/oder die Faktenlage noch
nicht ausreichend geklärt ist:
13. März – 5. April
16. Juli – 9. August
7. Nov. – 27. Dez.
© Petra Dörfert 2012